So manche Journaille fragt, warum sich die Piratenpartei nicht in die politische Sitzverteilung (rechts, mitte, links) einordnen mag. Ist dieses Schubladen-Denken überwindbar?
Wenn man mit "rechts" meint, konservativ (vom Lateinischen conservativus - erhaltend, bewahrend), dann ist die Piratenpartei "rechts", denn sie will das Briefgeheimnis bewahren:
Das Briefgeheimnis ist ein in der Verfassung demokratischer Staaten garantiertes Grundrecht, das die Unverletzlichkeit von Briefen garantiert.
und nicht akzeptieren, dass dieses Briefgeheimnis für eMails (die digitale Variante des Briefes) nicht gelten soll.
Wenn man mit "links" meint, progressiv (engl. progress = Fortschritt), dann ist die Piratenpartei "links", denn sie fordert: "Mehr direkte Demokratie wagen" und "Transparenz des Staatswesens".
Wenn man mit "mitte" meint, den Mittelstand zu unterstützen, dann trifft dies ebenfalls für die Piratenpartei zu, denn das derzeit geltende Patentrecht kann sowohl Bauern als auch Programmierern das Leben schwer machen.
Wahlprogramm der Piratenpartei Deutschland zur Bundestagswahl 2009